30.05.2016

Arbeitslosenquote Erfurt

Aktuelle Arbeitslosenzahlen

Die Arbeitslosenquote in Erfurt betrug im März 2016 7,8 Prozent. Das bedeutet: In diesem Monat hatten ca. 21.700 Menschen in Erfurt keinen Job. Damit ist die Arbeitslosenquote gegenüber dem Jahr 2015 leicht gestiegen. Im März 2015 betrug sie 8 Prozent und im Jahresdurchschnitt 2015 7,5 Prozent. Den tiefsten Stand in 2015 erreichte die Arbeitslosenzahl im November. Zu diesem Zeitpunkt waren knapp 19.700 Erfurter ohne Arbeit. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent. Insgesamt hatte sich die Arbeitslosigkeit in Thüringen im Jahr 2015 sehr positiv entwickelt. Viele Menschen finden wieder zurück in passende Jobs in Erfurt. Die Arbeitslosenquote erreichte dabei den niedrigsten Stand seit 1991.

Unter den Arbeitslosen in Erfurt befinden sich tendenziell mehr Männer als Frauen. 56,9 Prozent der Arbeitslosen im März 2016 waren Männer. Nach dem Alter betrachtet waren 38,6 Prozent der Arbeitslosen 50 Jahre und älter.


Historische Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Erfurt

Während der Arbeitsmarkt in Erfurt zu Zeiten der ehemaligen DDR allen Menschen eine Arbeit zu geben suchte, waren die ersten Jahre nach der Wende von einer wirtschaftlichen Umstrukturierung betroffen. Entsprechend hoch war die Zahl der Arbeitslosen zu diesem Zeitpunkt. Zahlreiche Arbeitsplätze fielen weg und viele Menschen mussten Jobs unter ihren Qualifikationen annehmen. Zudem zog es viele Arbeitssuchende, vor allem junge Leute, in die alten Bundesländer. Es folgte schließlich eine Zeit der wirtschaftlichen Neuorientierung mit einem schrittweisen Abbau der Arbeitslosigkeit. Seit 2005 zeigt die Kurve bei den Arbeitslosenzahlen in Erfurt kontinuierlich nach unten. Damals betrug die Arbeitslosenquote noch 10 Prozent. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: Qualifizierte Arbeitskräfte sind sehr begehrt und die Stadt bemüht sich darum, die vielen Berufspendler zurück nach Thüringen zu holen.

Zukunftsaussichten

Experten rechnen damit, dass die Arbeitslosenquote in Erfurt im Jahresdurchschnitt 2016 um ca. 1,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 zunehmend wird. Langfristige Prognosen bewegen sich allerdings in die andere Richtung. Experten gehen aktuell davon aus, dass in den 2030ern nahezu Vollbeschäftigung in Deutschland, und erst recht in wirtschaftlich bedeutenden Städten wie Erfurt, vorliegen wird. Menschen mit einer qualifizierenden Berufsausbildung sollten künftig keine Probleme haben, einen Job zu finden. Hingegen wird es für Arbeitssuchende ohne gelernten Beruf immer schwieriger. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit Erfurt widmen sich jedoch speziell dieser Herausforderung.

Beruflich attraktive Branchen in Erfurt

Die Landeshauptstadt Erfurt ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort in Deutschland und Europa. Aufgrund seiner zentralen Lage und der hervorragenden Verkehrsanbindung haben sich hier viele Unternehmen unterschiedlichster Branchen angesiedelt. Der Arbeitsmarkt wird aber überwiegend von der Verwaltung und dem Dienstleistungssektor geprägt. Außerdem bilden der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Mikroelektronik/Mikrosystemtechnik einen wichtigen Schwerpunkt.

Die meisten Arbeitslosen je gemeldeter Arbeitsstelle melden im März 2016 der Bereich Gartenbau, Land-, Forst- und Tierwirtschaft. Hier gibt es insgesamt 13,4 Arbeitslose je gemeldeter Stelle. Am niedrigsten fällt dieser Wert im Bereich Geistes- und Naturwissenschaften sowie der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung aus. Hier kommen 2,2 Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle.

Umschulungen sind insbesondere im kaufmännischen Bereich und der IT interessant. Aber auch im Gesundheits- und Pflegedienst werden viele Mitarbeiter gesucht. Dieser Sektor ist schließlich von einem bundesweiten Fachkräftemangel betroffen. Umschulungen zum Alten- oder Krankenpfleger, zur Hebamme oder zum Logopäden sind deshalb äußerst vielversprechend.

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